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Handball – Was soll ich denn da?
Es muss im Jahr 2003 gewesen sein, mitten in der Handballsaison, als meine besten Freunde, Martin und Ralf, mir die Frage stellten, ob ich schon Mal bei der ASG beim Handballspiel gewesen wäre. „Handball?“, so meine damalige Antwort. „Nein, war ich nicht, ich habe auch gar keine Ahnung von dem Spiel. Was also soll ich da?“
Diese Begebenheit erscheint heute so, als sei sie erstunken und erlogen worden. Tatsächlich aber haben mich meine beiden Freunde so bedrängt, dass ich gar nicht anders konnte als nachzugeben und mir den heimischen Zweitligisten Ahlener SG mal anzuschauen. Das war damals noch mit einer anderen Herausforderung verbunden: Sohnemann Darius war eingefleischter BVB-Fan (genau genommen auch noch heute) und hatte mit Handball ebenso wenig am Hut wie ich. Aber als alleinerziehender Dad muss ich, damals wie heute, auf Darius Rücksicht nehmen – aber ich konnte ihn überreden mitzukommen.
Es muss wohl irgendein Handballvirus in der Halle grassiert haben, jedenfalls war ich sofort infiziert von dem mir bis dahin ziemlich unbekannten Sport. Kurz gesagt: wir waren das darauffolgende Heimspiel wieder da und haben bis heute ziemlich wenig Heimspiele der Roten verpasst.
Den Rest meines Handballebens werde ich in den Unterbereichen meiner Homepage näher behandeln. Nur soviel: Irgendwann fuhren Darius und ich auch zu einigen Auswärtsspielen der ASGer. Dann lernte ich das Handballboard kennen und damit auch Fans anderer Mannschaften. Daraus erwuchsen mit Einigen tolle Handballfreundschaften. Für mich das Tollste: ich kenne inzwischen in so ziemlich jeder Halle der Zweiten Bundesliga Nord (ZLN) Leute, mit denen ich nach den Spielen noch toll klönen kann.
Es blieb nicht nur bei einem passiven Handballdasein, das Hobby entwickelte sich mehr und mehr zur Aktivität und Leidenschaft. In der Saison 2005/2006 habe ich dann bei der ASG den Liveticker organisiert. Damit konnten sich alle, die nicht in die Friedrich-Ebert-Halle zum Spiel gehen konnten, über das Internet zeitnah über die Spielstände informieren.
Nebenbei schrieb ich noch kleine Spielberichte für handball-world.com. Darauf gehe ich im dazugehörigen Themenbereich ein. Nur soviel: mittlerweile gehöre ich der Redaktion von handball-world.com an. Und Darius spielt inzwischen in der ASG-Jugend Handball, was ich toll finde. Nur Bundesligahandball zu sehen verengt den Blickwinkel, so bringt mich der Jungendhandball immer wieder „back to the basics“.
Handball ist ein toller Sport, kein Spiel geht torlos aus und selbst ein Fünf-Tore-Vorsprung fünf Minuten vor Schluss muss nicht den Sieg bedeuten. Ich habe es selbst bei einigen meiner bis heute aufgehäuften unzähligen Spielbesuche miterleben dürfen.
Aber reicht Hallenhandball? Ich behaupte: Nein! Im Sommer 2007 war ich mit Katja, Darius und Martin & Martin in Dangast beim Beachhandball-Masters. Die Atmosphäre und auch die Action ist noch besser als beim Handball ohne Sand. Seitdem bin ich, wie könnte es anders sein, auch dem Beachhandball verbunden.
Ich bin fast versucht zu sagen „Leute vergesst Fussball – kommt zum Handball“, aber das wäre masslos übertrieben. Ich fände es allerdings schön, wenn den Handballern mehr Mittel (auch finanzielle) zur Verfügung stehen würden – da sind „uns“ die Fussballer einiges voraus.
Handballer und Fussballer haben eine große Gemeinsamkeit – ihr Sport verbindet. Und so habe ich heute sogar Freunde im Osten der Republik, die ich ohne den Handballsport nicht kennengelernt hätte.
John F. Kennedy hat nie in Berlin gelebt und sagte einmal: „Ich bin ein Berliner!“. Ich habe bis auf ein paar Trainingseinheiten bei unserer 6. Mannschaft nie Handball gespielt und sage: „Ich bin ein Handballer!“.
Kurzum: ich liebe diesen Sport …
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